Konzept des offenen Treffs
Pädagogisches Konzept
Der Offene Treff des KiKo ist ein inklusives Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche von sechs bis vierzehn Jahren. Er ist geprägt von Offenheit, Selbstbestimmung und Freiwilligkeit der Teilnahme. Als niedrigschwellige Anlaufstelle, bietet er die Möglichkeit von Erstkontakten zu Gleichaltrigen und den pädagogischen Fachkräften. Das Spiel- und Beschäftigungsangebot und die Räumlichkeiten sind kind- und jugendgerecht gestaltet, kostenlos und in der Regel ohne Anmeldung. Die Vielzahl von Interessen der Kinder und Jugendlichen fließen in die Programmgestaltung ein. Ausgangspunkt der Arbeit im Offenen Treff ist die Besucherin/der Besucher mit ihren/seinen Anliegen, Erfahrungen, Wünschen, Hoffnungen und individuellen Themen. Die Förderung der sozialen, emotionalen, interkulturellen Kompetenzen steht dabei im Vordergrund. Das pädagogische Personal fungiert als Vertrauensperson und Ansprechpartner. Es besteht keine Aufsichtspflicht, denn die Kinder und Jugendlichen sollen selbstbestimmt entscheiden, wann sie kommen und gehen und wo sie sich aufhalten.
Der Offene Treff ermöglich Begegnung, Teilhabe und Bildung und orientiert sich dabei an folgendem Leitbild:
Offenheit:
Der KiKo gestaltet einen Ort für Kinder und Jugendliche, an dem sie sich wohl fühlen und Ansprechpartner für ihre Belange finden unabhängig von sozialer Herkunft, Geschlecht, Weltanschauung oder religiöser Zugehörigkeit und Nationalität.
Ganzheitlichkeit:
Kinder und Jugendliche betrachtet der KiKo ganzheitlich und orientiert sich an deren Alltag, Lebenswelten und sozialen und kulturellen Zusammenhängen. Angebote sind situationsbezogen und flexibel und setzen an den Bedürfnissen junger Menschen an.
Schutz:
Der KiKo schützt Kinder und Jugendliche vor jeder Form der Gefährdung und Gewalt. Hierzu zählt auch Vertrauensschutz und Anonymität. Im Falle von Verdachtsmomenten oder konkreten Vorfällen jeglicher Form von Machtmissbrauch handeln wir unverzüglich, transparent und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben. Dabei arbeiten wir eng mit Fachstellen und zuständigen Behörden zusammen, um betroffenen Kindern und Jugendlichen die notwendige Unterstützung und Hilfe zukommen zu lassen.
Partizipation:
Kinder und Jugendliche erlernen eine aktive, teilhabende Rolle. Der KiKo ermöglicht den Kindern und Jugendlichen durch niederschwellige Angebote Mitbestimmung und Mitgestaltung.
Freiwilligkeit:
Durch diverse Freizeitangebote bietet der KiKo den Kindern und Jugendlichen verschiedene Möglichkeiten, ihre Freizeit aktiv und sinnvoll zu gestalten. Es gilt das Prinzip der Freiwilligkeit. Kinder und Jugendliche entscheiden selbst ob und in welcher Form sie Angebote wahrnehmen oder sich mitteilen möchten.
Parteilichkeit:
Der KiKo ergreift Partei für Kinder und Jugendliche, indem er die Interessen von jungen Menschen vertritt und in Konfliktfällen eine Anwaltsfunktion übernimmt.
Unabhängigkeit:
Der KiKo steht für die Grundprinzipien der Demokratie ein und vermittelt diese den Kindern, ohne sich einzelnen politischen Parteien oder religiösen Organisationen zuzuordnen.